Am Heidelberg, 731 m (3)

Heidelberg

Am Gipfel des Heidelberges kann man direkt neben den Felsformationen noch Versuchsstollen des ehemaligen Goldbergbaus rund um Neualbenreuth erkennen. Die Stollen und Schächte entstanden dort wegen der primäre Vererzungen in den Quarzgängen des Waldsassener Schiefergebirges. In den alten Schächten sind diese Quarzgänge, an die die Goldführung gebunden ist, zu erkennen. Gegenüberliegend der Stollen versuchte man im „Tagebau“ an den Felsstock des Höhenzuges zu gelangen. Der Hang wurde bis zum Fels abgegraben, um daran nach den Quarzadern suchen zu können. Zum Erfolg führte aber auch diese Variante am Heidelberg nicht.

Der Heidelberg wurde früher zusammen mit dem Birkenberg als „Hedelberg“ bezeichnet. Der Begriff „Hedel“ bezeichnet in der Bergmannsprache sowohl einen feinen, klaren Schlamm als auch das im Puchwerk fast wie Mehl gepuchte Erz. Ersteres ist in diesem Falle für die Bezeichnung des Höhenzuges wahrscheinlicher, da am Fuße des Heidelbergs, an dem Zulauf des Pointmühlbaches, der am Rinnlbrunnen am Ringelfelsen (Rinnlstein) entspringt, Grabungstätigkeiten des späten Mittelalters belegt sind, ähnlich wie am Hammerbach bei Poppenreuth oder dem Bachlauf des Silberbrunnens bei Pilmersreuth am Wald. Dort findet sich immer noch jener feine, klare Schlamm, aus dem man versuchte Golderze zu waschen.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.