Am Birkenberg, 744 m (5)

Hedelberg

Der Birkenberg ist mit 744 m der 1168-höchste Berg in Bayern und der 1658-höchste Berg in Deutschland. Im Gemeindegebiet von Neualbenreuth ist er nach Muglberg und Grünhau die dritthöchste Erhebung.

Der Name des Berges ist neueren Datums. Ursprünglich hieß der gesamte Bergrücken, gemeinsam mit dem Heidelberg “Hedelberg” und geht auf die Zeiten des Bergbaus rund um Neualbenreuth bis Ende des 17. Jahrhunderts zurück. Irgendwann in der Zeit danach vollzog sich der Namenswechsel zum “Birkenberg”.

Die Bezeichnung “Birkenberg” geht ebenfalls auf eine ehemalige Nutzungsform zurück, die in den Mittelgebirgen weit verbreitete Feld-Wald-Wechselwirtschaft. In einem Zeitraum von 15 bis 40 Jahren wurde der Birkenholzbestand vollständig abgeholzt, anschließend wurde die Fläche im Schnitt zwei Jahre beweidet, bevor sich durch Stockausschlag und Samenanflug der Bestand der schnell wachsenden Birke erneuerte. In vielen Gegenden wurde auf den gerodeten Flächen anfangs sogar Ackerbau betrieben, was man aufgrund des felsigen Untergrunds hier so gut wie ausschließen kann.

Da zu dieser Zeit Berg und Wald schon zur Stadt Eger gehörten, liegt nahe, dass Egerer Bürger verschiedene Holzrechte inne hatten, während die Beweidung vermutlich durch die Höfe der Ortschaften Ottengrün und Ernstgrün, die ebenfalls bis 1862 zu Eger gehörten, erfolgte. Ende des 19. Jahrhunderts wurde wegen der Bodenauslaugung und Erosionsgefahr diese Form der Waldwirtschaft eingestellt und der Bestand allmählich in Nadel-Nutzwälder gewandelt.

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