Sibyllenbader Kurweg

Selbstgeführte Wanderung – einmal rund herum 


KENNZEICHNUNG:
Weißer Punkt auf violett (künftige Markierung)
derzeit teils dunkelgrüner Punkt, teils Wegweiser

STRECKENVERLAUF:
Sibyllenbad –Maiersreuth – Hardeck– Kastanienallee – Kurpark – Sibyllenbad

DAUER / LÄNGE:
etwa 2 Stunden; ca. 4,5 km; Höhenunterschied ca. 60 m


Gedenkstein im Kurpark
Gedenkstein im Kurpark

Die Wanderung beginnt direkt vor dem Kurmittelhaus Sibyllenbad. Hier gehen Sie die Straße entlang in Richtung Buswendeplatz. Rechter Hand sehen Sie den Gedenkstein zur Grundsteinlegung des ersten Bauversuchs des Sibyllenbades durch eine private GmbH & Co KG. Der Baubeginn fand 1971 statt, scheiterte aber.

In der Rechtskurve folgen Sie dem Wegweiser links nach Maiersreuth. Entlang des Waldes wenden Sie sich bei einem Pavillon wieder nach links und laufen den recht steilen Weg mit serpentinenartiger Wegführung hinab in ein idyllisches Tal. Sie halten sich rechts und folgen dem Muglbach entlang, an einem kleinen Wasserfall vorbei, nach Hardeck. Über ein paar Stufen geht es entlang der Schlossmauer des Schloss Hardeck hinauf zur Teerstraße. Dort biegen Sie links ab, überqueren eine Brücke und folgen dem Weg nach rechts in den Wald wieder entlang des Muglbaches.

Das nächste Dorf, das Sie erreichen, ist Maiersreuth. Nach der Brücke laufen Sie links hoch zur Teerstraße und folgen der Straße nach rechts bis zum Feuerwehrhaus, wo Sie wieder auf den Kurweg treffen. An der Kreuzung angekommen, überqueren Sie die Straße und stehen vor dem ehemaligen Badehaus Maiersreuth, in dem der Pilotbetrieb für das Sibyllenbad 1989 begann. Das in die Jahre gekommene Gebäude wird wohl früher oder später weichen müssen.

In Maiersreuth
In Maiersreuth

Ihr Weg führt Sie weiter, vorbei am Gasthof Wiesental, durch den ehemaligen, zum Badehaus Maiersreuth gehörigen Therapiepfad. Am Ende wenden Sie sich nach rechts und folgen der Teerstraße. Nach ca. 100 m erreichen Sie eine weitere Straße, die Sie überqueren und den Weg auf einem Feldweg nach Hardeck fortsetzen.

In Hardeck angekommen, laufen Sie die Straße ein kleines Stück nach links hoch, bis Sie rechterhand einen Torbogen entdecken. Wenn Sie durch den Torbogen gehen, betreten Sie den Innenhof des Schloss Hardeck.


Schloss Hardeck
Das Gebäude steht auf einer 15 m steil aufragenden Felsnase und erhält daher eher Burg- als Schlosscharakter. Die Burg ist eine ehemalige Reichsburg und wurde 1238 erstmals geschichtlich erwähnt. Sie gehörte zum staufischen Burgenkranz um die Pfalzburg Eger.
1316 wurde das Schloss von seinem damaligen Besitzer Landgraf Ulrich von Leuchtenberg an den Waldsassener Abt Johann III. verkauft. Aufgrund hoher Schulden musste sein Nachfolger das Schloss mit den zugehörenden Ländereien an einen Egerer Bürger verkaufen. Mit Hilfe des Kaisers konnte es aber zehn Jahre später von Abt Nikolaus zurückgewonnen werden. Seit 1360 war das Schloss Hardeck ein Sitz des Klostergerichts Waldsassen, ein Teil ist heute noch als ehemaliges Gefängnis erkennbar.
Im Jahr 1802 wurde das Gebäude verstaatlicht und vermietet. Johann Ruderer errichtete 1847 eine Färberei, die bis zur Jahrhundertwende bestand. Sein Schwiegersohn erwarb zusätzlich das Schankrecht und errichtete in der Burg eine Gastwirtschaft, die auch von seinen Nachfahren noch weiter betrieben wurde.


Ihr Spaziergang führt Sie nun weiter die Hauptstraße bergauf. Nach dem Ortsausgang von Hardeck sehen Sie an einem Baum auf der rechten Seite in einem Schrein den Heiligen „Johannes Nepomuk“. Neben der Patrona Bavariae und dem Heiligen Benno ist er der dritte Landespatron Bayerns und wird auch als Brückenheiliger verehrt.

Einige Meter weiter steht das Wegkreuz der Familie Söllner. Seine Inschrift lautet „Gestiftet zur Ehre Gottes von Johann Bapt. Söllner, geboren zu Stiegelmühle 1832. K. Landgericht Erbendorf. Zur Zeit zu Hardeck 1871“.

Nun können Sie den Weg abkürzen und in den Hohlweg rechterhand einbiegen. Nach ein paar hundert Metern treffen Sie wieder auf den Kurweg, der Sie zum Sibyllenbad zurückführt.
Oder Sie laufen weiter bergauf durch die wunderschöne Kastanienallee parallel der Hauptstraße entlang und genießen den herrlichen Blick über die wunderschöne Natur.

Badehaus Sibyllenbad
Badehaus Sibyllenbad

Auf der Anhöhe sehen Sie linkerhand das Hackschnitzelheizwerk, ein nach dem neuesten Stand konzipiertes Biomasseheizwerk, das die Kuranlage rund um das Sibyllenbad und Teile von Neualbenreuth mit umweltfreundlicher Wärme versorgt. Eine moderne Großkesselanlage gewährleistet den vollständigen Ausbrand. So werden kaum Schadstoffe wie Stickoxide oder Schwefel freigesetzt. Das Biomasseheizwerk ist zudem unabhängig von einem einzelnen Energielieferanten und es besteht die Möglichkeit, auch andere nachwachsende Rohstoffe wie Stroh oder Gräser zu verfeuern. Und es bietet eine zusätzliche Einnahmequelle für Holzbauern, die die Hackschnitzel, die Abfallprodukte aus der Waldpflege, verkaufen können. Somit müssen keine Brennstoffe extra gekauft werden.

An der Straße wenden Sie sich nach rechts und laufen, entweder durch den Kurpark, dem höchsten Punkt des gesamten Kurgebietes, oder über den Kurweg weiter und erreichen Ihren Ausgangspunkt, das Kurmittelhaus Sibyllenbad.


Flyer herunterladen:

  Sibyllenbader Kurweg (2,4 MiB, 105 hits)

 

 

 

© Marktgemeinde Neualbenreuth; Änderungen vorbehalten; 
Stand: August 2015

 

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